O Hechingen, du traute ...

1. O Hechingen, du traute,
geliebte Heimatstadt,
du berghinangebaute
von dunkeln Höh’n umblaute;
da sieht kein Aug’ sich satt.

2. Am Markt die Giebel alle,
sie schau’n erstaunt herab,
was für ein Festgewalle
mit Jauchzen und mit Schalle
die Jugend heute hab’.

3. Viel bunte Lampen schweben
herein zu schöner Schau.
Von draußen klingt das Leben,
wo Zelte hell sich heben
im Grün der Lichtenau.

Hohenzollernlied

1. Nicht weit von Württemberg und Baden,
von Bayern und der schönen Schweiz,
da ragt ein Berg so hocherhaben,
den man den Hohenzollern heißt.
Er schaut herab so stolz und kühn
auf alle die vorüberziehn,
an Hohenzollerns steilem Felsen,
wo unverzagt die Eintracht ruht.

2. Von diesem Berg da geht die Sage,
die schweres Leid im Lande weckt,
und mancher Vater kennt die Klage,
die sich auf seinen Sohn erstreckt:
Man nimmt ihn fort ins ferne Land.
Sein Liebchen glaubt, er sei verbannt
von Hohenzollerns steilem Felsen,
wo unverzagt die Eintracht ruht.

3. Doch kommt die langersehnte Stunde,
die uns zur Heimat wieder ruft,
dann jauchzen wir mit frohem Munde
dem schönen Hohenzollern zu.
Und rufen laut: O Heimatland,
wie ist mein Herz an dich gebannt.
An Hohenzollerns steilem Felsen,
wo unverzagt die Eintracht ruht.
 

4. Und Grün ist rings entsprossen
des Marktes grauem Stein.
Von Lichterglanz umflossen
zieh’n stolz die Kampfgenossen
mit Vogt und Vögtin ein.

5. Heut feiern mit den Jungen
die Alten Kinderfest.
Manch Liedlein wird gesungen,
manch Tänzlein wird geschwungen
im frohen Zollernest.

6. Und fern, ihr deutschen Brüder,
wohl über Meer und Land!
Euch grüßen uns’re Lieder
kehrt ihr zur Heimat wieder,
wir reichen Herz und Hand.

Text und Melodie: Unbekannter Verfasser

Das Hohenzollernlied wurde seit etwa 1860 durch Soldaten und Handwerksgesellen verbreitet. Die Melodie ist französischern Ursprungs (Ma Normandie), und der Text handelt von Abschied und Wiederkehr, im Mittelpunkt steht dabei der Hohenzollernfelsen.

Möglicherweise wurde es von Hermann Vitalowitz, einem Postpraktikanten, gedichtet, als Hohenzollern 1849 durch Regierungsverzicht der Fürsten von Sigmaringen und Hechingen an Preußen fiel.

(Quelle: www.landesjubilaeum2002.de)

Auf Youtube anhören